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Softwaremodellierung

Neuer Ansatz für die Versionierung von Modellen

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Überblick: Bei der optimistischen Versionierung wird dasselbe Artefakt zeitgleich bzw. parallel bearbeitet.
Überblick: Bei der optimistischen Versionierung wird dasselbe Artefakt zeitgleich bzw. parallel bearbeitet.
(Bild: LieberLieber Software)

Besser wäre also eine feingranulare Versionierung, die die parallele Arbeit an Modellteilen ermöglicht und im Konfliktfall die Änderungen strukturiert zusammenführt. Diese Konzepte kennt man schon einige Jahre von Konfigurationsmanagementsystemen für Quellcode. In Systemen wie Subversion oder Git werden Stände von Textdateien sogar teilweise parallel bearbeitet und später wieder werkzeuggestützt zusammengeführt.

Die dabei eingesetzten Prinzipien lassen sich grundsätzlich auch auf Modelle übertragen. Allerdings ist hier der Vergleich von Änderungen und die Zusammenführung anspruchsvoller als bei Textdaten, da hinter Modellen komplexere Datenstrukturen stecken. Da man es bei Modellen mit Diagrammen zu tun hat, muss auch definiert werden, ob etwa eine Verschiebung eines Elements im Diagramm schon als Änderung wahrgenommen wird oder nicht.

Basierend auf Forschungsergebnissen der Technischen Universität Wien zu Thema Modellversionierung konnte LieberLieber eine nutzerfreundliche State-of-the-Art-Lösung zum Verzweigen und Zusammenführen von Modellversionen für Enterprise Architect realisieren (LieberLieber Model Versioner).

Die Lösung erlaubt es, von einer Basisversion eines Modells zwei Versionen parallel weiter zu bearbeiten und die Änderungen nach Bearbeitung wieder zu einem konsolidierten Modell zusammenzuführen. Sollten dabei keine Konflikte auftreten, die manuell aufzulösen sind, kann diese Konsolidierung automatisch im Hintergrund geschehen.

Das Verfahren basiert auf dem Konzept des Drei-Wege-Vergleichs, das bereits bei der Versionierung von Quelltext Anwendung findet. Dabei werden aus eine Basisversion zwei Versionen abgespalten und parallel bearbeitet. Durch den Vergleich des Basismodells mit den beiden abgezweigten Versionen lassen sich die Inhalte sehr gut wieder zu einer konsolidierten Version zusammenführen.

Feingranularer Drei-Wege-Vergleich von Modellversionen

Beim Drei-Wege-Vergleich von Modellen werden Modellelemente und Verbindungen sowie deren Attribute in den Vergleichsprozess mit einbezogen. Dadurch wird die feingranulare Nachverfolgung von Änderungen in einem bisher bei Modellierungswerkzeugen nicht erreichten Ausmaß ermöglicht.

Darüber hinaus lässt sich diese Methode der Versionierung mit bestehenden Konfigurationsmanagementsystemen koppeln. So entsteht eine praktisch automatische, integrative Arbeitsweise im Umgang mit Modellversionen.

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