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Mozilla stellt quelloffenes Framework für das Internet der Dinge vor

| Redakteur: Julia Schmidt

Project Things ist ein einfaches offenes Framework, das es jedem ermöglichen soll, sein eigenes Things Gateway aufzubauen und über ein Webinterface smarte Geräte zu steuern.
Project Things ist ein einfaches offenes Framework, das es jedem ermöglichen soll, sein eigenes Things Gateway aufzubauen und über ein Webinterface smarte Geräte zu steuern. (Bild: Mozilla)

Mit „Project Things“ versucht die Mozilla Foundation das Internet of Things für jedermann zugänglich zu machen: Ab sofort kann jeder seinen eigenen IoT-Zugang aufbauen und damit vernetzte Geräte direkt über ein Web-Interface kontrollieren.

Im Sommer 2017 kündigte Mozilla an, an einem neuen Framework aus Software und Services zu arbeiten, das die Kommunikationslücke zwischen vernetzten Geräten schließen soll: Projekt „Things Gateway“ oder kurz: „Project Things“. Nun ist das Projekt endlich allen zugänglich. Das Ziel von Project Things ist ein dezentrales Internet der Dinge, das Sicherheit, Privatsphäre und Interoperabilität ermöglicht.

Für einen ersten Versucht reicht ein Raspberry Pi, auf dem auch ein Laie mit wenig Aufwand ein „Things Gateway“ einrichten kann. Zusätzlich zu den webbasierten Befehlen und Steuerungen bietet Project Things ein neues, experimentelles Feature, mit dem IoT-Geräte auch mit Sprachbefehlen gesteuert werden können.

Die Software „Things Gateway“ führt den User Schritt für Schritt durch den Prozess und zeigt ihm, wie er sein Netzwerk verbinden und Geräte hinzufügen kann. Dabei wird eine sichere URL zur Verfügung gestellt, mit der auf die angeschlossenen Geräte zugriffen werden kann.

Neben der Option der Sprachsteuerung über das Mikrofon des Computers, bietet Project Things noch weitere interessante Features wie eine Regel-Engine für die Erstellung von „If this, then that“-Logiken, um die Art und Weise festzulegen, wie Geräte miteinander interagieren. Außerdem gibt es eine Grundriss-Ansicht, mit deren Hilfe man die Platzierung der Geräte in der eigenen Wohnung oder dem Haus planen kann. Zudem werden vielfältige Gerätetypen unterstützt, wie Smart Plugs, dimmbare und farbige Leuchten, Multilevel-Schalter und -Sensoren.

IoT-Geräte werden immer beliebter und es gibt fast kein Gerät mehr, dass es nicht auch netzwerkfähig gibt, selbst Wasserkocher. Doch leider gibt es immer noch keinen einheitlich gültigen Standard, der die Kommunikation zwischen vernetzten Geräten regelt. Bislang bastelt jeder Anbieter an seiner eigenen, hausgemachten Applikation, die nur für die eigene Marke funktioniert. Das treibt die Kosten in die Höhe, der Markt bleibt fragmentiert und wächst nur langsam. Verbraucher wiederum müssen überhöhte Preise für einfache Produkte wie smarte Glühbirnen zahlen. Mozilla möchte mit Project Things einen offenen Standard begründen, der jederman zugänglich ist.

Weitere Informationen finden Sie auf iot.mozilla.org.

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