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Linux Foundation und RISC-V-Foundation schließen Partnerschaft

| Redakteur: Sebastian Gerstl

Die Open-Source-Stiftungen Linux Foundation und Risc-V-Foundation haben eine Kollaboration angekündigt. Diese Partnerschaft ermöglicht es RISC-V-Anwendern, fortan speziell auf die offene ISA abzielende Werkzeuginfrastrukturen, Dienstleistungen und Schulungsprogramme der Linux Foundation zu nutzen.
Die Open-Source-Stiftungen Linux Foundation und Risc-V-Foundation haben eine Kollaboration angekündigt. Diese Partnerschaft ermöglicht es RISC-V-Anwendern, fortan speziell auf die offene ISA abzielende Werkzeuginfrastrukturen, Dienstleistungen und Schulungsprogramme der Linux Foundation zu nutzen. (Bild: Linux Foundation / Risc-V-Foundation)

Die gemeinnützige Linux Foundation und die RISC-V-Foundation, welche die Einführung und Implementierung der freien und offenen RISC-V Befehlssatzarchitektur (ISA) vorantreibt, haben eine Kooperation zur Beschleunigung der Open-Source-Entwicklung und -Übernahme der RISC-V ISA angekündigt.

Das RISC-V Prozessorökosystem ist ein offener Standard für eine Prozessor-Befehlssatzarchitektur. Sie platziert sich damit als Alternative zu dem vorwiegend von ARM- und x86-Prozessoren geprägten Markt. Der Vorteil an RISC-V ist, dass es unter einer Open-Source-Lizenz und unabhängig vom dem gewählten Betriebssystem genutzt werden kann. Es kann sowohl vollwertiges Desktop-Linux als auch harte Echtzeitanforderungen unterstützen.

Um die ISA als festen Bestandteil des Marktes zu etablieren hat sich die RISC-V Foundation gebildet. Diese umfasst über 210 institutionelle, akademische und individuelle Mitglieder weltweit. Diese nun angekündigte Partnerschaft mit der Linux Foundation soll es der RISC-V Foundation ermöglichen, das RISC-V-Ökosystem zu erweitern und die Entwicklung neuer Anwendungen und Architekturen auf allen Computerplattformen besser zu unterstützen.

Vormarsch für die Open-Source-basierte Entwicklung

„Mit der raschen internationalen Verabschiedung der RISC-V ISA brauchen wir mehr Umfang und Ressourcen, um das explosive Wachstum des RISC-V-Ökosystems zu unterstützen. Die Linux Foundation ist angesichts des Open-Source-Charakters beider Unternehmen ein idealer Partner", sagte Rick O'Connor, Geschäftsführer der gemeinnützigen RISC-V Foundation. „Diese gemeinsame Zusammenarbeit mit der Linux Foundation wird es der RISC-V Foundation ermöglichen, der aktiven RISC-V-Community robustere Support- und Schulungswerkzeuge anzubieten und Betriebssysteme, Hardware-Implementierungen und Entwicklungswerkzeuge schneller zu skalieren."

„RISC-V hat in einer Reihe von Märkten an Fahrt aufgenommen, mit Anwendungen für KI, Machine Learning, IoT, Augmented Reality, Cloud, Rechenzentren, Halbleiter, Netzwerke und mehr. RISC-V ist eine Technologie, die das Potenzial hat, die offene Hardware-Architektur deutlich zu verbessern", sagt Jim Zemlin, Geschäftsführer der Linux Foundation. „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit der RISC-V Foundation, um die Einführung von RISC-V ISA voranzutreiben und ein starkes Ökosystem weltweit aufzubauen."

Seit seiner Gründung im Jahr 2015 hat RISC-V sein Ökosystem schnell weiterentwickelt. Inzwischen haben sich zahlreiche führende Technologieunternehmen wie auch Start-Ups zu dem ISA-Standard bekannt. Zu den Mitgliedern zählen unter anderem Google, IBM, Lattice, Microsemi, NVIDIA, NXP, Qualcomm, Samsung, Western Digital und die Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich). Gemeinsam arbeiten sie in der RISC-V-Foundation darauf hin, eine breite Palette von Open-Source- und proprietären RISC-V-Hard- und Softwarelösungen zu ermöglichen. Die Mitglieder lösen einige der komplexesten Designherausforderungen von heute, darunter Sicherheit, Leistung, Leistung, Leistung, Effizienz, Flexibilität und mehr.

Partnerschaft ermöglicht bessere Infrastrukturen, Werkzeuge und Schulungen

Neben neutraler Governance und Best Practices für die Open-Source-Entwicklung wird die Linux Foundation auch einen Zufluss an Ressourcen für das RISC-V-Ökosystem bereitstellen, wie Trainingsprogramme, Infrastruktur-Tools sowie kommunale Öffentlichkeitsarbeit, Marketing und rechtliche Expertise.

Neben der Open-Source-Verfügbarkeit besitzt die RISC-V ISA noch weitere Vorteile, die sie für Entwickler leicht zugänglich machen. Darunter zäöhlen etwa ein Clean-Slate Design, Modularität, Erweiterbarkeit und ein hohes Maß an Stabilität.

Die Linux Foundation und die RISC-V-Communities arbeiten bereits gemeinsam an zwei „Getting Started"-Anleitungen für den Betrieb der ISA: Zum Einen für das schlanke und Skalierbare Open-Source-RTOS Zephyr, dass sich besonders für vernetzte und ressourcenbeschränkte Geräte eignet, und zum anderen für Linux-Betriebssysteme, die auf RISC-V-basierten Plattformen aufsetzen. Die Zephyr- und Linux-Guides werden auf dem RISC-V-Summit am 3. Dezember 2018 in Santa Clara während Schulungskursen vorgestellt.

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