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Management Keine Bauchlandung mit virtuellen Teams!

| Autor / Redakteur: Georg Lohrer* / Martina Hafner

Erstaunlich, oder? Es gibt immer noch einige Unternehmen da draußen, die sich keine ernsthaften Gedanken über die Digitalisierung der Arbeitswelt und verteiltes Arbeiten machen. Andere sind da schon weiter. Dann aber werden verteilte Teams oft mit ihren Aufgaben alleine gelassen.

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(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Gleichzeitig hat das Unternehmen große Ziele damit. Die Ergebnisse sollen verbessert werden. Oder die Kosten gesenkt, der Ausstoß erhöht und die Abwanderung minimiert werden. Verteilte Teams sollen dann ad hoc arbeitsfähig sein. Eine solche Vorgehensweise ist zu unflexibel, zu brettartig, zu eindimensional. Sie berücksichtigt einige Dinge nicht, die für den Erfolg von virtuellen Teams wichtig sind.

Über den Siegeszug der Digitalisierung wird viel geschrieben. Über verteilte Teams und verteiltes Arbeiten schon weniger. Und wenn man dann als verantwortlicher Manager oder Team-Leiter damit konfrontiert wird? Was ist dann? - Aber eins nach dem anderen.

Was ist ein Virtuelles Team?

Ein virtuelles Team ist eine Gruppe von Leuten, die auf Dauer nicht unmittelbar am selben Ort zusammenarbeitet. Oder anders gesagt: "Virtuelle Teams arbeiten nur virtuell, also nicht physisch, zusammen."

Aber der Unterschied zu einem Präsenz-Team ist eben nicht nur ein Wort. Das Virtuelle bezieht sich vor allem auf den unmittelbaren Kontakt. Der ist oder geht verloren. Das Virtuelle bezieht Probleme, Bedürfnisse, Wünsche, Ziele und Einwände mit ein.

Virtuelle Teams sind vor allem interessant für Unternehmen, die vor Ort sein müssen, die günstigere Lohnkonditionen ausnutzen wollen oder die am originalen Standort die notwendige man-power nicht auftreiben können. Oder sie entstehen durch Fusionen oder Aufkäufe von Firmen.

Als Team- oder Projektleiter bekommt man dann eben keine Mitarbeiter am Standort zugeteilt. Sondern eher so: „Die zehn neuen Ingenieure sind dann in A.“ oder „Such Dir in B die fehlenden Leute“ Und das war’s dann auch schon.

Und wie geht man damit um?

Wie unterscheiden sich Virtuelle Teams von normalen Teams?

Ein Virtuelles Team hat keinen physischen Kontakt. Kein gemeinsames Stand-Up-Meeting am Morgen. Kein gemeinsamer Gang zum Mittagessen. Und schon gar kein „Flur-Talk“ oder kurzer Chat in der Kaffee-Ecke. Das wird aber oft nicht bemerkt. Zu Anfang jedenfalls. Dann aber kommt’s.

Ein Virtuelles Team ist etwas gänzlich anderes als ein Präsenz-Team. Es muss dementsprechend auch anders behandelt werden. Gleichzeitig sind aber immer noch dreidimensionale, menschliche Lebewesen dahinter.

Und wie soll man das bewerkstelligen?

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