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Deep Learning

Ist Künstliche Intelligenz dümmer als gedacht?

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Deep Learning Challenge der MIT testet soziale Interaktion

Deep Learning war allerdings auch Gegenstand eines Tests von MIT-Mitarbeitern, der sogar erstaunlich gute Ergebnisse produzierte. Dort wurde ein Algorithmus über 600 Stunden mit TV-Sendungen auf YouTube gefüttert und sollte anschließend erkennen, wie bestimmte Szenen weiterlaufen.

Zu den Serien zählten „The Office“, „Scrubs“ und „The Big Bang Theory“. Ab bestimmten Punkten wurden die Videos gestoppt und die AI sollte erkennen, ob die Szene mit einer Umarmung, einem Handschlag, einem Kuss oder einem High-Five weitergeht.

Menschen, die am Test teilnahmen, kamen auf eine richtige Rate von 71 Prozent. Der Algorithmus lag in 43 Prozent der Fällen richtig. Bei vier möglichen Antworten kein schlechter Wert und deutlich über dem Wert von 25 Prozent bei einer geratenen Antwort.

Solche Algorithmen sind nicht neu, allerdings arbeiteten sie bislang ausschließlich auf Pixelebene und waren weniger erfolgreich. Die Programme kontrollieren lediglich die Bewegungen der Pixel zwischen den einzelnen Videobildern und schließen daraus etwa, ob eine Person läuft oder ein Flugzeug abhebt.

Das MIT-Programm geht darüber hinaus und lernt per Deep Learning, welche Hinweise für die soziale Interaktion wichtig sind und welche nicht. Hat es einmal zuverlässig gelernt, wie eine Umarmung aussieht, kann es die in Zukunft deutlich leichter wieder erkennen.

Eine mögliche Anwendung wären Überwachungskameras, die ohne Mensch am Monitor erkennen, ob eine Person gestürzt ist und automatisch den Notruf wählen. Bis es soweit ist, müsste die Erkennung allerdings nahe der 100-Prozentgrenze arbeiten.

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