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Risiko Internet of Things

IoT-Sicherheit fehlen die passenden Anreize

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Doch wie viele Personen machen sich diese Mühe, wenn sie einen neuen Kühlschrank, ein sprachgesteuertes Gerät oder ein Fitnessarmband in Betrieb nehmen? Vermutlich ein verschwindend geringer Prozentsatz. Doch weshalb? Ganz einfach: Ihnen fehlt der richtige Anreiz. Die Gefahr eines Datenklaus ist für Konsumenten nichts Neues. Viele Verbraucher haben diese Erfahrung schon selbst gemacht, als sie nach einem einem erfolgreichen Cyberangriff auf ihren Lieblingsstore eine neue Kredit- oder Kundenkarte im Briefkasten vorfanden. Ihnen fehlt ganz einfach die Motivation, Zeit und Arbeit zu investieren.

Schuld ist: Die Politik

Politiker haben eigentlich genügend Anreize, sich für die IoT-Sicherheit einzusetzen. Was gibt es Prestigeträchtigeres, als sich vor Kameras und Mikrofonen als Person zu profilieren, die sich um den Schutz von Social-Media-Accounts kümmert, damit die Nutzer nicht noch einmal dem Horrorszenario ausgesetzt sind, dass es zwei Stunden lang keine Status-Updates oder Selfies gibt.

Doch Spaß beiseite. Es geht um sehr ernste Gefahren für Systeme, die die nationale Sicherheit und die öffentliche Infrastruktur betreffen. Die Art massiver Angriffe, die durch IoT-Botnets zustande kommen, kann und darf nicht länger ignoriert werden. Politiker und Aufsichtsbehörden sind in der Position, die erforderlichen Änderungen zu forcieren. Und genau das ist vielleicht die gute Nachricht: In einer Zeit, in der Deregulierung in aller Munde ist, rückt bei IoT-Geräten die dringend erforderliche Regulierung näher.

Fazit

Selbst wenn Politiker und Aufsichtsbehörden Erfolg mit ihren Bemühungen haben sollten, Hersteller von IoT-Geräten zur Einhaltung neuer, effektiver Regelungen zu zwingen: Das Problem ist noch nicht gelöst.

Roland Dobbins, der hauptverantwortliche Sicherheitsingenieur von Arbor Networks, fasste dies gegenüber dem Magazin „Wired“ wie folgt zusammen: „Was mir Sorge bereitet, ist nicht das, was die Zukunft bringt, sondern das, was heute schon da ist – Myriaden von Geräten in aller Welt, die nur darauf warten, zweckentfremdet zu werden.”

Selbst wenn ab sofort nicht ein einziges unsicheres IoT-Gerät mehr neu eingerichtet würde, bleibt die Tatsache, dass schon ca. 10 Milliarden Geräte in Gebrauch sind. Dies sollte für Netzbetreiber Anreiz genug sein, bei der Absicherung ihrer Netzwerke und beim Schutz vor DDoS-Angriffen auf Best Practices und hochwertige Produkte zurückzugreifen.

Dieser Artikel erschien zuerst auf unserem Partnerportal Security-Insider.de

* Christian Reuss ist Sales Director DACH bei Arbor Networks.

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