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Risiko Internet of Things

IoT-Sicherheit fehlen die passenden Anreize

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Schuld sind: Die Unternehmen

Wenn wir als Verbraucher an das Internet der Dinge denken, fallen uns Begriffe wie Automatisierung, Gesundheitsmonitoring und vielleicht noch künftiges autonomes Fahren ein. Für Unternehmen bietet das Internet der Dinge nahezu unbegrenzte Möglichkeiten. McKinsey kommt zu dem Schluss, dass „der Wertanteil von B2B-Anwendungen – mit bis zu 70 Prozent – vermutlich deutlich höher liegen wird als im Consumer-Bereich.“

„Wenn Politik und Industrie die Weichen richtig stellen“, so McKinsey weiter, „lässt sich durch das Verknüpfen der physischen mit der digitalen Welt bis 2025 ein ökonomischer Gesamtwert von bis zu 11,1 Billionen US-Dollar pro Jahr erzielen.“

  • Energieversorger: Über Sensoren im gesamten Stromnetz können Versorgungsunternehmen den Energieverbrauch fortlaufend überwachen und die Menge an erzeugtem Strom und dessen Verteilung für Spitzen- und Schwachzeiten optimal anpassen.
  • Versicherungswirtschaft: Versicherer können Autofahrern, die einen Sensor in ihrem Fahrzeug installieren, Prämienpläne anbieten. Die nicht mehr auf Annahmen, sondern auf dem persönlichen Fahrverhalten basieren.
  • Produzierende Industrie: Unternehmen können Sensoren für die Maschinenwartung und für den Arbeitsschutz und die Unfallvermeidung nutzen.
  • Gesundheitswesen: Durch kontinuierliches Monitoring anstelle periodischer Untersuchungen und Tests lassen sich laut einer Studie des McKinsey Global Institute die Behandlungskosten um 10 bis 20 Prozent senken – allein schon bei Patienten mit Herzinsuffizienz sind dies mehrere Milliarden Dollar.

Welchen Anreiz gibt es für Unternehmen, diese Entwicklung nicht voranzutreiben? Eigentlich keinen.

Und was ist mit uns Verbrauchern?

IoT-Geräte sind anders als PCs oder Smartphones meist nur beschränkt interaktionsfähig. Endbenutzer verbringen meist nur wenig Zeit mit dem Einstellen dieser Geräte. Und sie haben auch keine Möglichkeit zu erkennen, ob ihre Geräte für bösartige Angriffe zweckentfremdet werden.

Aus Konsumentensicht ist diese Unwissenheit ein Segen. Bis sie zum Sicherheitsrisiko wird. So warnte die US-Behörde Federal Trade Commission (FTC) in Folge des Mirai-Vorfalls: „Angriffe sind mehr als nur eine Unannehmlichkeit. Sie stellen eine Bedrohung für Ihre Informationen und Daten dar. Sie sollten sich daher fragen, was Sie tun können, um Ihr Heimnetzwerk und Ihre Smart-Geräte vor Zweckentfremdung zu schützen.”

Folgendes sollten Endnutzer von IT-Geräten daher beachten:

  • Klicken Sie beim Einrichten Ihres IoT-Geräts nicht vorschnell auf „Weiter“. Überprüfen Sie die Standardeinstellungen sorgfältig, bevor Sie eine Entscheidung oder Auswahl treffen, und nutzen Sie die für Ihr Gerät angebotenen Sicherheitsfunktionen.
  • Laden Sie stets die neuesten sicherheitsrelevanten Updates auf Ihr IoT-Gerät. Die auf Ihrem Gerät vorinstallierte Software muss aktualisiert werden, damit sie auf Dauer sicher und effektiv bleibt. Sie sollten daher vor dem Einrichten eines neuen Geräts und danach in regelmäßigen Abständen die Webseite des Herstellers besuchen oder das Menü mit den Einstellungen Ihres Geräts öffnen, um zu sehen, ob eine neue Version der Software geladen und installiert werden kann.
  • Ersetzen Sie voreingestellte Passwörter durch neue eigene Passwörter. Viele Hersteller verwenden Standardpasswörter für die von ihnen ausgelieferten Geräte. Hacker kennen diese Standardpasswörter. Sie sollten sie daher durch komplexere, sichere Passwörter ersetzen.

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