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IBM übernimmt Red Hat für 34 Milliarden US-$

| Redakteur: Sebastian Gerstl

IBM übernimmt Red Hat: Fragen und Antworten

Arvind Krishna, Senior Vice President, IBM Hybrid Cloud.
Arvind Krishna, Senior Vice President, IBM Hybrid Cloud. (Bild: IBM)

Die über 30 Milliarden US-$ schwere Übernahme des Open-Source-Spezialisten Red Hat durch IBM wird sich signifikant auf den Markt auswirken – nicht nur bezüglich des von Red Hat stammenden Derivats seines Linux-Betriebssystems, sondern speziell auch mit dem Blick auf Cloud Computing. Arvind Krishna, Senior Vice President des IBM Hybrid Cloud Geschäfts, hat einige Statements zu den angekündigten Übernahmeplänen geliefert.

Warum Red Hat und warum jetzt?

Arvind Krishna: Es ist wichtig zu verstehen, wo sich unsere Kunden auf ihrer Cloud-Reise befinden. Alle von ihnen sind in Wolken gehüllt. In der Tat, die meisten von ihnen laufen mehrere Clouds. Aber sie sind nur etwa 20% auf ihrer Cloud-Reise. Sie sind begierig darauf, ihre Geschäftsanwendungen in die Cloud zu verlagern, das nächste Kapitel der Cloud, die nächsten 80%. Um jedoch den vollen Geschäftswert aus ihren Cloud-Investitionen zu ziehen und echte Geschäftsanwendungen in die Cloud zu übertragen, müssen sie in der Lage sein, Anwendungen und Dienste zwischen ihren verschiedenen Cloud-Umgebungen zu verschieben und bereitzustellen. Heute zögern sie, dies zu tun, weil der proprietäre Charakter des Cloud-Marktes es sehr schwierig macht, aus Sicherheitsgründen in einer Multi-Cloud-Umgebung und aus Gründen eines inkonsistenten Cloud-Managements. Red Hat und IBM sind erstklassige Hybrid-Cloud-Anbieter, und gemeinsam werden wir Kunden bei der Lösung dieses Problems unterstützen, indem wir ihnen einen Weg für alle Geschäftsanwendungen in die Cloud bieten und es unseren Kunden ermöglichen, den vollen Wert der Cloud zu erschließen.

Welche Technologien bringen IBM und Red Hat hier zusammen, um auf diese Bedürfnisse einzugehen?

In den letzten Jahren hat sich Linux als das Betriebssystem Nummer eins für Geschäftsanwendungen sowohl vor Ort als auch in der Cloud etabliert. Darüber hinaus sind Container und Kubernetes-Technologien zur gemeinsamen Struktur geworden, um sowohl bestehende Anwendungen zu modernisieren als auch Cloud-basierte Anwendungen zu schreiben. Gemeinsam werden IBM und Red Hat unseren Kunden diesen Mehrwert bieten und auf den Fortschritten aufbauen, die IBM bereits mit unserem 19 Milliarden Dollar schweren Hybrid-Cloud-Geschäft gemacht hat.

Warum ist das speziell für IBM wichtig?

IBM hat investiert, um in den aufstrebenden, hochwertigen Segmenten der IT-Industrie führend zu sein. Red Hat stellt den neuesten und größten Schritt im Rahmen dieser hochwertigen Strategie dar. Sie bringen IBM das weltweit größte Portfolio an Open-Source-Technologie, ihre innovative hybride Cloud-Plattform und eine riesige Open-Source-Entwicklergemeinschaft näher. Gemeinsam werden wir zum weltweit führenden hybriden Multi-Cloud-Anbieter. Dies ist ein entscheidender Schritt für die Cloud-Branche.

Wie will IBM das Open-Source-Ethos von Red Hat in den Konzern integrieren?

Wir verpflichten uns, die Kultur, Führung und Praktiken von Red Hat zu bewahren. Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass IBM seit langem ein Vorkämpfer der Open-Source-Community ist, angefangen bei unserer Investition von 1 Milliarde Dollar in Linux vor 20 Jahren. Mit jeder Kurbel des Technologiezyklus in den letzten zwei Jahrzehnten hat die Open-Source-Community eine entscheidende Entwicklungsrolle gespielt, und das war noch nie so deutlich wie heute, als Unternehmen daran arbeiten, ihre Geschäftsanwendungen in die Cloud zu verlagern. Innerhalb dieser Open-Source-Community verbindet IBM und Red Hat eine lange und erfolgreiche Beziehung. Zwischen uns haben IBM und Red Hat mehr zur Open-Source-Community beigetragen als jede andere Organisation. Und wir teilen viele gemeinsame Überzeugungen - angefangen bei der Tatsache, dass die IT-Welt hybrid ist und bleiben wird.

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