IoT-Trends Hardwarehersteller setzen auf intelligente Geräte und Vernetzung

Redakteur: Franz Graser

Eine Studie von Flexera Software und IDC zeigt, dass Gerätehersteller ihre Produkte zunehmend durch eingebettete Software, Internet-of-Things-Funktionen sowie durch Lizenzmanagement transformieren. So erschließen sich zusätzliche Umsatzquellen.

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Die Umfrageergebnisse auf einen Blick: Eingebettete Software und Vernetzung erlauben es Geräteherstellern, zusätzliche Geschäftsfelder zu erschließen.
Die Umfrageergebnisse auf einen Blick: Eingebettete Software und Vernetzung erlauben es Geräteherstellern, zusätzliche Geschäftsfelder zu erschließen.
(Bild: Flexera Software)

Die Umfrage zeigt unter anderem, dass sich die Anzahl der Anbieter von IoT-Geräten in den kommenden zwei Jahren mehr als verdoppeln wird. Zwar entwickeln gerade einmal 30 Prozent der befragten Hersteller zurzeit Geräte für das IoT. Aber weitere 34 Prozent wollen das Thema in den kommenden zwei Jahren angehen.

Zudem werden immer mehr Geräte eingebettete Software enthalten. Aktuell sagen 50 Prozent der Befragten, dass sie intelligente Geräte entwickeln. Weitere 21 Prozent planen in den kommenden zwei Jahren ihre Geräte mit Embedded Software intelligent zu machen.

Darüber hinaus entstehen bisher nicht da gewesene Produkt- und Service-Kategorien. 79 Prozent der Befragten wollen oder sind gerade dabei, Remote Monitoring und Fernwartung in ihren Produkt- und Service-Mix aufzunehmen, 66 Prozent werden Funktionalität zur Business Intelligence beifügen und 37 Prozent werden die Lieferkette mit zusätzlichen Services optimieren, etwa der automatisierten Auffüllung aufgebrauchter Gütern (beispielsweise der Austausch von leeren Wasserspendern).

Die Mehrheit der befragten Geräteanbieter sieht Lösungen zur Softwarelizenzierung und zum Berechtigungsmanagement als Voraussetzung zur Monetarisierung des Internets der Dinge an. 60 Prozent der Gerätehersteller verwenden solche Lösungen, um neue Angebote, die Hardware, Services und Beratung bündeln, zu entwickeln sowie ihre intelligenten und vernetzten Geräte besser zu monetarisieren.

Ein weiterer Trend: Die Hardware-Umsätze sinken, wogegen der Service-Anteil steigt. Die Anzahl der Hersteller, die mehr als die Hälfte ihres Umsatzes mit Hardware machen, wird in den kommenden zwei Jahren um 5 Prozent sinken. Im selben Zeitraum wächst die Zahl der Hersteller, bei denen die Services mehr als die Hälfte des Umsatzes ausmachen, um 6 Prozent.

„Die Umfrage spiegelt eine Binsenweisheit im Hightech-Umfeld wider: Innovation alleine reicht nicht aus, um eine Branche zu transformieren. Ebenso notwendig sind Mittel, um neue Technologien zu monetarisieren und davon zu profitieren“, kommentiert Vikram Koka, Vice President of Intelligent Devices & Internet of Things bei Flexera Software, die Ergebnisse der Studie.

Alois Schwarz, Sales Director für die deutschsprachigen Länder bei Flexera Software: „Hersteller können im Internet der Dinge neue Umsatzquellen erschließen, wenn sie es verstehen, den Wert ihrer Lösungen durch Lizenzierung zu schützen und den Lebenszyklus der Lizenzen lückenlos zu managen.“

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