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Gastkommentar

Geschäftsmodelle im Internet der Dinge

| Autor / Redakteur: Alois Schwarz / Franz Graser

Alois Schwarz ist Vice President Software Monetization Solutions EMEA bei Flexera Software.
Alois Schwarz ist Vice President Software Monetization Solutions EMEA bei Flexera Software. (Bild: Flexera Software)

Das Internet der Dinge ist eines der großen Hype-Themen. Doch während die Diskussion oft abstrakt bleibt, hat das IoT für Gerätehersteller ganz praktische Implikationen. Alois Schwarz, Vice President Software Monetization Solutions EMEA von Flexera Software, skizziert diese Auswirkungen.

Innovationen werden in Zukunft immer stärker in Software realisiert werden. Vormals rein physische Produkte werden zunehmend digital. Dem folgen auch die Geschäftsmodelle: Wurde der Umsatz früher rein durch Hardware erwirtschaftet, so leisten wiederkehrende Software-Umsätze heute einen immer stärkeren Beitrag zum Unternehmensergebnis.

Wer sein Geschäftsmodell von einem rein physischen auf ein ganz oder teilweise digitales umstellt, muss sich zwangsläufig auch mit Updates, Patches und dem Schutz der Software befassen. Dazu muss klar sein, welcher Kunde welche Version nutzt, und welche Berechtigungen ihm zur Verfügung stehen. Nur so kann er individuell über neue Funktionen informiert werden und nur so können ihm Updates für sein Gerät automatisch zur Verfügung gestellt werden. Die Supply Chain endet also nicht mehr beim Verkauf des Produkts, sondern zieht sich durch den kompletten Produkt-Lebenszyklus.

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Beispiele dafür finden wir in allen Bereichen: Im Consumer-Bereich bei der Kaffeemaschine, die die Kapseln eigenständig nachbestellt oder auch in der Industrie, wo etwa die Funktionalität medizinischer Geräte über Software-Updates erweitert wird oder verschiedene Versionen einer Produktlinie baugleich sind und durch das Zu- und Abschalten von Funktionen oder Kapazitäten unterschieden werden.

Damit wird das Internet der Dinge wird für Hersteller ganz konkret. Zwar verwalten schon heute 60 Prozent der Hersteller die Berechtigungen und Lizenzen ihrer Kunden. Doch damit stehen wir erst am Anfang: Kunden erwarten Pakete aus Produkt und Service und sie möchten nicht mehr pauschal bezahlen. Dabei sind sie durchaus bereit, für Services zu bezahlen, die ihnen einen Mehrwert bieten. Gleichermaßen werden reibungslose und schnelle Prozesse im Bereich der Fernwartung und Instandhaltung vorausgesetzt.

Was für Software-Hersteller schon immer gang und gäbe ist, wird für Hardwarehersteller jetzt zur Realität. Nutzungsbasierte Preismodell (Pay-per-Use), bei denen der Kunde nur noch bezahlt was er wirklich einsetzt, treten in den Vordergrund. Der Anbieter muss dafür sein Umsatzmodell anpassen und technisch in der Lage sein, dieses Modell auch sicher und nachhaltig zu realisieren. Immer mehr Unternehmen befinden sich auf diesem Weg, und machen das Internet der Dinge damit vom Hype zur Realität.

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