ESE Kongress 2021 Fünf Tage Embedded Software Engineering pur

Redakteur: Michael Eckstein

Der ESE Kongress ist Deutschlands Leitkongress der Embedded-Softwarebranche. Jedes Jahr nehmen über 1.200 Professionals, um sich über aktuelle Technologien und Methoden zu informieren, Trends zu diskutieren sowie die Weichen für die Zukunft zu stellen.

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Prof. Dr. Jutta Heller: Die Beraterin, Trainerin und Autorin gibt Tipps für Ihre persönliche Resilienz.
Prof. Dr. Jutta Heller: Die Beraterin, Trainerin und Autorin gibt Tipps für Ihre persönliche Resilienz.
(Bild: Ingo Foertsch)

Der 14. Embedded Software Engineering Kongress findet vom 29. November bis 3. Dezember erneut rein digital statt. Die kostenlose Preconference mit Tipps, Tricks, Tools und Lösungen wurde im letzten Jahr so zahlreich genutzt, dass wir sie auch 2021 wieder am Freitag vor dem ESE Kongress (26. November) durchführen werden. Der ESE Kongress widmet sich in 120 Vorträgen und Seminaren intensiv den vielfältigen Aspekten des modernen Embedded Software Engineerings und den damit verbundenen Herausforderungen wie Komplexität, Safety & Security, Echtzeit, Qualitätssicherung, Vernetzung, Technologiewandel, Management sowie Machine Learning & Künstliche Intelligenz. Wenn Sie sich bis zum 31. Oktober 2021 anmelden, profitieren Sie von unseren Frühbucherpreisen.

Fit für stürmische Zeiten mit Resilienz

Das Wort „Krise“ klingt groß und gewichtig – doch die Wahrnehmung einer Herausforderung als Krise ist höchst individuell. Neue Arbeitsstrukturen, verstärkte Digitalisierung, oder Unzufriedenheit im Job können uns ebenso aus der Bahn werfen wie eine Scheidung oder eine Krankheit. Auch beruflicher oder privater Stress, das Gefühl anhaltender Unsicherheit und die Forderung nach permanenter Veränderungsbereitschaft (Stichwort „VUCA-Welt“) verstärken das Krisenempfinden.

Mehr denn je brauchen wir deshalb die Fähigkeit, das Unerwartete zu managen und das Beste aus sich nahezu täglich veränderten Rahmenbedingungen zu machen. Nicht zu erstarren, sondern offensiv mit Stress und Ängsten umzugehen und uns zielgerichtet weiterzuentwickeln.

Mit den Resilienz-Schlüsseln können wir uns selbst unterstützen und innere Stärke entwickeln. So schaffen wir es leichter, in schwierigen Situationen trotzdem leistungsfähig zu sein und uns nach Krisen schneller zu erholen. Diese Stehauf-Qualitäten sind Ihr „Bewältigungskapital“ bei Rückschlägen und Veränderungen.“ Mehr dazu erklärt Prof. Dr. Jutta Heller, Beraterin, Trainerin, Rednerin und Autorin, in ihrer Keynote am 1. Dezember.

Was hat der Umstieg auf Agilität verändert?

Seit 2011 wird die Umfrage „Softwaretest in Praxis und Forschung“ alle fünf Jahre durchgeführt (www.softwaretest-umfrage.de). In den zurückliegenden Jahren hat das agile Vorgehen bei der Erstellung von Software erheblich an Bedeutung gewonnen: Zwei Drittel aller Projekte werden aktuell agil durchgeführt, 2011 waren es noch weniger als 30 Prozent.

Prof. Dr. Andreas Spillner: Der Bremer Testexperte erklärt, was der Umstieg auf Agilität verändert hat.
Prof. Dr. Andreas Spillner: Der Bremer Testexperte erklärt, was der Umstieg auf Agilität verändert hat.
(Bild: Andreas Spillner)

Was hat sich in den letzten 10 Jahren dadurch verändert? Gibt es Branchen, die agiler als andere sind? Wird frühzeitiger, intensiver und systematischer getestet? Hat in den letzten Jahren die Anzahl der durchgeführten Unit-Tests zugenommen? Ist der Anteil der Testfälle, die automatisiert durchgeführt werden (auf den unterschiedlichen Teststufen) gewachsen? Haben funktionale Tests an Bedeutung gewonnen und nicht-funktionale Tests verloren? Welche Testverfahren werden wie intensiv eingesetzt? Testen agile Entwickler anders als agile Tester und anders als vor 10 Jahren? Ist die Software qualitativ besser geworden, gibt es weniger Fehler? In einer Keynote am 2. Dezember beantwortet Prof. Dr. Andreas Spillner von der Hochschule Bremen zusammen mit Prof. Dr. Karin Vosseberg, Hochschule Bremerhaven, diese und weitere Fragen.

Das komplette Programm des ESE Kongress 2021 mit allen 120 Vorträgen und Seminaren finden Sie hier als PDF-Download.

Ich habe nur das Steuergerät programmiert!

Alexander von Gernler: Der Security-Forscher von genua spricht über Ethik und Verantwortung.
Alexander von Gernler: Der Security-Forscher von genua spricht über Ethik und Verantwortung.
(Bild: genua)

Unsere Gesellschaft hat in den vergangenen Jahren viele Erschütterungen hinnehmen müssen: Die COVID-Pandemie, die die Digitalisierung extrem beschleunigt hat, den Klimawandel, den Vormarsch autoritärer Herrschaftsformen sowie den Zerfall der alten Weltordnung. Für viele Menschen in den westlichen Ländern geht eine Ära der Stabilität zu Ende, die als selbstverständlich vorausgesetzt wurde. Alte Gewissheiten bröckeln in ungekannter Geschwindigkeit und werden durch einen omnipräsenten Wandel ersetzt.

An diesem Umbruch haben Informatiktreibende und Technikfachleute ihren Anteil in ganz unterschiedlichen Rollen. Mit der zunehmenden Bedeutung von Digitalisierung für das Funktionieren moderner Gesellschaften sind wir plötzlich mit unserem Handeln in zentralen Rollen angekommen – ob wir es wahrhaben wollen oder nicht. Die Aussage „Ich hab' ja nur ein Steuergerät programmiert“ trägt nicht mehr sehr weit.

Welche gesellschaftlichen Regulierungsmechanismen und Reaktionen haben wir als Digitalisierungsfachleute zu erwarten, wenn wir so weiter machen wie bisher? Welche Einflussmöglichkeiten haben wir und wie werden diese möglicherweise konterkariert? In seiner Keynote am 30. November diskutiert Alexander von Gernler, Security-Forscher bei genua, entlang der ethischen Leitlinien der Gesellschaft für Informatik (GI) mögliche ethische Rahmensetzungen für die jetzige als auch für zukünftige Generationen.

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