Flexeras Sparte für Softwarehersteller heißt jetzt Revenera

Redakteur: Sebastian Gerstl

Flexera gibt das Rebranding eines seiner Geschäftsbereiche bekannt. Das Unternehmen unterteilte das operative Geschäft bereits 2018 in zwei Sparten (Flexera und Flexera Software), um Kunden in unterschiedlichen Marktsegmenten gezielter unterstützen zu können. Mit dem neuem Markenauftritt und der Namensänderung von Flexera Software in Revenera wird diese Trennung nun auch nach außen transparent.

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Flexera positioniert seinen Geschäftsbereich rund um Software-Monetarisierung, Software Composition Analysis (OSS) sowie Installation mit neuem Namen am Markt. Als Revenera unterstützt das Unternehmen zukünftig Softwareanbieter und IoT-Unternehmen bei der Umsetzung ihrer digitalen Geschäftsmodelle sowie bei der Entwicklung, der Bereitstellung und dem Schutz von Softwareprodukten.
Flexera positioniert seinen Geschäftsbereich rund um Software-Monetarisierung, Software Composition Analysis (OSS) sowie Installation mit neuem Namen am Markt. Als Revenera unterstützt das Unternehmen zukünftig Softwareanbieter und IoT-Unternehmen bei der Umsetzung ihrer digitalen Geschäftsmodelle sowie bei der Entwicklung, der Bereitstellung und dem Schutz von Softwareprodukten.
(Bild: Revenera)

Die Lösungen von Revenera ermöglichen es Technologieunternehmen, ihre Softwareprodukte im vollem Umfang zu monetarisieren und gleichzeitig ihr geistiges Eigentum zu schützen. Zum Portfolio gehören die Software-Monetarisierungsplattform, die End-to-End-Plattform für Software Composition Analysis sowie die Produktlinien rund um Softwareinstallation. Unter der Marke Flexera unterstützt das Unternehmen seine Kunden weiterhin bei der Optimierung von IT-Ausgaben und dem Lizenzmanagement.

„Mit Revenera positionieren wir uns unter neuem Namen als bewährter Partner für Softwareanbieter und IoT-Unternehmen. Ziel des Rebrandings ist es, den Service für unsere Kunden weiter zu verbessern und den Mehrwert unserer Lösungen klar am Markt herauszustellen“, erklärt Jim Ryan, Präsident und CEO von Flexera.

Die Sparte Software- und IoT-Monetarisierung ist über die letzten Jahre kontinuierlich gewachsen. Weltweit nutzen zehntausende von Unternehmen die vielfältigen Lösungen, darunter führende Technologieunternehmen wie Ansys, Cadence Design Systems, Inc., PTC und Siemens Digital Industries Software.

Für sein Produktportfolio im Bereich Software- und IoT-Monetarisierung wurde Flexera zudem in den vergangenen sechs Monaten mehrfach ausgezeichnet, u. a. als Marktführer für die Monetarisierung elektronischer Software von Frost and Sullivan, sowie als IoT-Innovationstreiber (IoT Breakthrough Award). Neben dem IoT Excellence Award und dem IoT Platform Leadership Award gewann der Geschäftsbereich in Deutschland den DevInsider-Award 2019 für Embedded Solutions.

Zu den Highlights im Portfolio von Revenera zählen:

  • Software-Monetarisierung und Usage Analytics: Mit neuen Funktionalitäten für die Analyse von Nutzungs- und Compliance-Daten hat Flexera die Software-Monetarisierungsplattform weiter ausgebaut. Softwareanbieter gewinnen damit einen tiefen Einblick in die tatsächliche Nutzung ihrer Produkte und erhalten detaillierte Einblicke, um basierend auf dem Nutzerverhalten neue Geschäftsmodelle zu entwickeln und diese kontinuierlich anzupassen.
  • Software Composition Analysis (SCA): Mit den Software Composition Analysis-Lösungen können Softwareanbieter eine vollständige Software-Bill-of-Material (BOM) erstellen, Vulnerabilities identifizieren und Compliance- und Sicherheitsanforderungen im Umfeld von Open Source-Nutzung zuverlässig erfüllen. Die neue Version von FlexNet Code Insight bietet dabei unter anderem Optionen für das Inventory Management von Open-Source-Komponenten – für einen sicheren und effizienten Umgang mit Open Source entlang der Software Supply Chain.
  • InstallShield: Das Installationsprogramm gilt seit 33 Jahren als Standard für Windows Installer- und InstallScript-Installationen. Das neue Release, InstallShield 2020, unterstützt das MSIX-Containerformat mit neuen Funktionalitäten und vereinfacht die Erstellung, Konvertierung und Modifizierung von MSIX-Paketen.

„Wir wollen Software- und IoT-Unternehmen dabei unterstützen, ihre Umsätze zu steigern und von betrieblicher Effizienz und Automatisierung zu profitieren“, erklärt Brent Pietrzak, General Manager von Revenera. „Die neue Marke Revenera unterstreicht dieses Ziel für unsere Kunden. Wir freuen uns sehr, damit unsere Erfolgsgeschichte weiter fortzusetzen.“

Was bedeutet die Umbenennung der Sparte für Lösungen für Software and IoT-Unternehmen in Revenera für den Endkunden? Und welche Herausforderungen kommen in diesen Branchen auf Unternehmen und Produktmanager zu? Nicole Segerer, VP of Product Management bei Revenera, gibt im Gespräch zum Rebranding und Entwicklungen auf dem Softwaremarkt nähere Auskunft.

„An der Analyse von Nutzungsdaten wird auf lange Sicht kein Produktmanager mehr vorbeikommen“

Nicole Segerer, VP of Product Management bei Revenera (zuvor Flexera Software).
Nicole Segerer, VP of Product Management bei Revenera (zuvor Flexera Software).
(Bild: Revenera)

Mit seinen Lizenzierungs- und Lizenzmanagementlösungen hat sich Flexera in zwei unterschiedlichen Marktsegmenten etabliert. Auf der einen Seite SAM-Tools, die CIOs dabei helfen, Softwarelizenzen im Unternehmen zu managen und IT-Kosten zu reduzieren. Auf der anderen Seite Lösungen, die Softwareanbieter dabei unterstützen, mit ihren Produkten und IoT-Lösungen Geld zu verdienen und sie sicher und schnell an den Markt zu bringen. Mit dem Rebranding in die zwei Sparten Flexera und Revenera soll diese Unterteilung nun auch nach außen sichtbar werden. Zu den Hintergründen und Ausblicken gab Nicole Segerer, VP of Product Management bei Revenera, kurze Auskunft.

Was gab den Anstoß für das Rebranding in Flexera und Revenera?

Die Unterscheidung in Produkte für Softwareanbieter und Produkte für Softwareanwender gibt es tatsächlich schon länger. Mit InstallShield hat Flexera vor über 30 Jahren eines der häufigsten verwendeten Tools für die Softwarepaketierung entwickelt und damit schon früh Softwarehersteller, Entwickler und Technologieunternehmen bei der Bereitstellung ihrer Produkte unterstützt. Dieses Geschäftsfeld ist über die letzten Jahre kontinuierlich gewachsen. 2018 entschlossen wir uns schließlich, das operative Geschäft neu zu strukturieren und in zwei Sparten zu unterteilen: Flexera und Revenera. Das Rebranding war damit nur der nächste logische Schritt, um unser Profil als Unternehmen zu schärfen und uns klar am Markt zu positionieren.

Gehört dazu auch der Ausbau der Monetarisierungsplattform in Bezug auf Compliance- und Usage-Intelligence?

Definitiv. Die Analyse von Nutzungsdaten ist heute zentraler denn je für Unternehmen, die ihr Geschäft rund um das IoT und intelligente Geräte weiter vorantreiben wollen. Jeden Tag kommen neue Softwareprodukte auf den Markt, aber nicht alle haben Erfolg. Um neue Geschäftsmodelle einzuführen und digitale Lösungen zu monetarisieren, brauchen Produktmanager einen detaillierten Einblick in die Nutzung ihrer Produkte. Welche Features kommen beim Anwender gut an? Und für welche Zusatzfunktionen sind Anwender bereit neue Module zu erwerben? Die Analyse von Nutzungsdaten ist definitiv ein Thema an dem auf lange Sicht kein Produktmanager vorbei kommt, der Produkte und Services den Bedürfnissen der Kunden wie auch veränderten Marktbedingungen anpassen möchte. Die Realität hinkt dem aber noch etwas hinterher. Nur rund 35% der Softwareunternehmen haben gute Einblicke in die Nutzung ihrer Produkte. Viele arbeiten auch mit selbstgestrickten Lösungen und manuellen Auswertungen. Das skaliert nur leider nicht.

Welche Herausforderungen haben Kunden aus dem Softwarebereich in der Regel noch, wenn es um Monetarisierung geht?

Ganz aktuell: Softwareupdates. Ein bekanntes Thema, das in der jetzigen Krise erneut an Schwung gewonnen hat. Jedes Gerät nutzt Software. Diese Software muss mit Sicherheitspatches und funktionalen Updates versorgt werden. Im Industrial und Medical IoT gibt es noch viel zu viele Fälle, in denen der Servicetechniker diese Updates vor Ort einspielt. Das hat vielen Herstellern in der Coronakrise ein Problem bereitet. Updates für Devices, auch wenn sie nicht direkt mit dem Internet verbunden sind, sind ein großes Thema. Und der Schutz der Software, so dass kein Umsatz durch Piraterie oder Übernutzung verloren geht: Für Anbieter steckt das geistige Eigentum ihrer Produkte in der Software. Dementsprechend wichtig ist es, dieses vor unrechtmäßiger Nutzung zu schützen. Andernfalls kann ein enormer Schaden entstehen. Compliance- und Audit-Teams sind daher auf detaillierte Nutzungsanalysen angewiesen, um dem Umfang illegaler Aktivitäten sowie der Art der Lizenzrechtsverletzung auf den Grund zu gehen.

Beim Thema Compliance fällt in Verbindung mit der Softwareentwicklung in letzter Zeit besonders dann wenn es um den Einsatz von Open Source Komponenten geht.

Das ist richtig. Insbesondere bei der Entwicklung von IoT-Geräten greifen Entwicklerteams häufig auf Open Source-Komponenten zurück, um schneller und effektiver arbeiten zu können. Open Source heißt aber nicht, dass es keine Lizenzrichtlinien zu beachten gibt. Leider fehlt es immer noch an einem transparenten und regelgerechten Umgang mit OSS. Für eine branchenübergreifende Studie haben unsere Experten für Software Composition Analysis mehr als 2,6 Milliarden Codezeilen ausgewertet. Dabei stießen sie alle 32.600 Codezeilen auf einen Compliance-Verstoß, eine Schwachstelle oder Ähnliches. Bei jedem Audit, das wir durchführten, kamen so im Schnitt 662 kritische Fälle ans Licht. Langfristig können solche Versäumnisse für Softwareanbieter sehr teuer werden. Revenera unterstützt hier Entwicklungs-, Rechts- und Sicherheitsteams dabei, ihr Open-Source-Sicherheitsrisiko zu senken und die Compliance mit Lizenzbestimmungen mit einem End-to-End-System zu verwalten.

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