Expertenbefragung Die neun beliebtesten IIoT-Use-Cases

Redakteur: Jürgen Schreier

Das IIoT bietet eine große Vielfalt von Anwendungen und neuen Geschäftsmodellen. Das amerikanische IoT Institute hat Fachleute zu den Anwendungsgebieten des Internets der Dinge befragt und die wichtigsten Use Cases zusammengestellt.

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Die Automatisierung manueller Prozesse gehört zu den wichtigsten Anwendungsfeldern des IIoT.
Die Automatisierung manueller Prozesse gehört zu den wichtigsten Anwendungsfeldern des IIoT.
(Bild: Pixabay / CC0 )

Das IoT Institute, New York, befragte 73 Fachleute aus verschiedenen Branchen nach dem Schwerpunkt ihres jüngsten IoT-Projekts und veröffentlichte die Ergebnisse in seinem jüngsten Newsletter. Nachfolgend finden die die wichtigsten IIoT-Anwendungen in der Reihenfolge der Befragungsergebnisse.

1. Asset Tracking

Asset-Tracking ist vermutlich die erste IoT-Anwendung Fall überhaupt. Sie geht zurück auf eine Idee des britischen Wissenschaftlers Kevin Ashton. Ashton, der am Auto-ID Center des Massachusetts Institute of Technology (MIT) einen internationalen Standard für RFID und andere Sensoren erarbeitete, hatte um die Jahrhundertwende die Idee, Lippenstifte elektronisch aufzuspüren. Er gilt außerdem als Erfinder des Begriffs "Internet der Dinge", mit dem er ein System beschrieb, das die Verknüpfung zwischen eindeutig identifizierbaren physischen Objekte (things) mit einer virtuellen Repräsentation in einer Internet-ähnlichen Struktur herstellt. Mit 54,5 Prozent belegt Asset Tracking ganz klar den ersten Platz unter den beliebtesten IIoT-Anwendungen.

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Asset Tracking – der Einstieg ins Internet der Dinge

2. Automatisierung manueller Prozesse

Ein Roboter muss nach einer klassischen Definition in der Lage sein, zu fühlen, zu planen und zu handeln. Das Internet der Dinge zielt darauf ab, im Wesentlichen das Gleiche zu tun. Das erklärt, warum 52,1 Prozent der Umfrageteilnehmer mit ihrer IoT-Implementierung auf die Automatisierung manueller Prozesse abzielen.

3. Vorausschauende Wartung

Die vorausschauende Instandhaltung - Predictive Maintenance - ist ein Eckpfeiler der smarten Fabrik und damit für Industrieausrüster attraktives digitales Geschäftsmodell. Insgesamt 45,2 Prozent der vom IoT Institute Befragten gaben an, dass sich ihre IoT-Aktivitäten mit diesem Thema befassen.

4. Verbesserung der (IT-)Sicherheit

Geht um das Thema Sicherheit und IoT, ist meistens von Cybersicherheitsrisiken die Rede, die smarte Geräte und Applikationen in sich bergen. Jedoch können Technologien wie die Video- oder Fernüberwachung die Sicherheit im öffentlichen Raum oder von Produktionsanlagen verbessern. Insgesamt 39,7 Prozent der Teilnehmer gaben an, dass sich ihre IoT-Initiativen auf das Thema Sicherheit fokussieren.

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5. Gebäude: Energieeffizienz und/oder Automatisierung

Das Thema Smart Building gewinnt durch das wachsende Interesse von Immobilienbetreibern und Facility-Managern immer mehr an Akzeptanz. 39,7 Prozent der Befragten interessieren sich für die Verbesserung der Energieeffizienz von Gebäuden oder deren Automatisierung.

Die intelligenten LED-Lichtsysteme des US-Herstellers Digital Lumens sind mit Sensoren bestückt und per W-LAN vernetzt.

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6. Verbesserte Kundenbindung und Kundenzufriedenheit

Eines der zentralen Versprechen des Internet der Dinge ist die Transformation der Kundenerfahrung. 35,6 % der vom IoT Institute Befragten gaben an, dass ihr jüngstes IoT-Projekt entweder auf die Verbesserung der Kundenbindung oder der Kundenzufriedenheit ausgerichtet war.

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7. Smart Data für die strategische Planung

Fast ein Drittel der Umfrageteilnehmer (32,9 Prozent) wollen ihr jüngstes IoT-Projekt zu nutzen, um durch Big-Data-Nutzung ihre strategische Planung zu optimieren.

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8. Wandel vom produktbasierten zum dienstleistungsbasierten Geschäftsmodell

Durch das Internet der Dinge (IoT) wird eine wachsende Zahl traditioneller Produktangebote in Dienstleistungen transformiert. Insgesamt 23,3 Prozent der Befragten gaben an, dass sie sich mit ihrem Unternehmen in dieser Übergangsphase befänden.

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Der Kunde will frischen Kaffee haben und sich um nichts Lästiges rund um die Maschine kümmern müssen. Das hat coffee-at-work-Geschäftsführer Martin Sesjak erkannt und umgesetzt.

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9. Flexibler und effizienter Produktdesign-Prozess

Daten von vernetzten Geräten können zur Verbesserung der Produktentwicklung genutzt werden. Insgesamt berichteten 21,9 Prozent der Umfrageteilnehmer, dass sie das IoT nutzen würden, um ihren Designprozess agiler und effizienter zu gestalten.

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