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Deutscher Software-Cluster nutzt das Silicon Valley als Testumgebung

| Redakteur: Sebastian Gerstl

Unter deutscher Führung werden im Silicon Valley Testfelder für Smart City, Verkehrsfluss-Überwachung und Industrieinstandhaltung genutzt. Ziel ist die optimale Ausnutzung verfügbarer Ressourcen, ein Minimum an Schadstoffausstoss - und langfristig die Förderung des deutschen Mittelstandes.

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Luftaufnahme von Palo Alto: Das Silicon Valley steht für eine Hochburg an Technologiestreben, hat aber enorm mit Verfügbarkeit lokaler Ressourcen und Umweltbelastung zu kämpfen. Deutsche Softwaretechnologie soll hier Abhilfe schaffen - und Erfahrungen sammeln, die auch lokalen unternehmen zu Gute kommt.
Luftaufnahme von Palo Alto: Das Silicon Valley steht für eine Hochburg an Technologiestreben, hat aber enorm mit Verfügbarkeit lokaler Ressourcen und Umweltbelastung zu kämpfen. Deutsche Softwaretechnologie soll hier Abhilfe schaffen - und Erfahrungen sammeln, die auch lokalen unternehmen zu Gute kommt.
(Bild: Alfred Twu / CC0 / CC0 )

Das Silicon Valley, der südliche Teil der San Francisco Bay Area, ist der unbestrittene Vorzeigestandort, wenn es um Informations- und Kommunikationstechnologien geht. Weltkonzerne wie Google, Amazon und Oracle haben dort bereits ihren Sitz, immer wieder kommen neue, aufstrebenden Unternehmen hinzu. Der Grund dafür ist der dort gelebte Enthusiasmus für neue Technologien.

Auf eine ganz besondere Weise nutzt diesen nun auch der Software-Cluster (SWC), der als gefördertes Spitzenclusterprojekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung Software für Unternehmen vorantreibt und dazu über Zentren in Karlsruhe, Darmstadt, Kaiserslautern und Saarbrücken gesteuert wird. Gemeinsam mit der dortigen Dependance des Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), der TU Darmstadt und dem Darmstädter Unternehmen „[ui!] – the urban institute“, wendet es die Expertise aus deutschen Forschungs- und Entwicklungsprojekten auf Herausforderungen des Silicon Valley an.

Zu den Partnern vor Ort gehören daher Siemens AG USA, Urban Integrated USA, Sustainable Silicon Valley und EIT Digital. Bereits mehrere Delegationsreisen fanden statt, um gemeinsam die Anwendungsfälle zu definieren.

Ganz oben auf der Agenda stehen Verkehrsfluss und Industrieinstandhaltung. Im Silicon Valley werden bereits 2019 intelligente Regelungen für LKW-Navigation, Ampelphasensteuerungen und moderne Parkleitassistenten erprobt, um das Verkehrsaufkommen dort effizienter zu gestalten, sowie Luftverschmutzung und Lärmbelästigung zu minimieren. Eine besondere Rolle spielen hier Technologien aus dem Bereich „Internet der Dinge“.

So wird beispielsweise mit der Gemeinde Palo Alto in der gemeinnützigen Initiative „Sustainable Silicon Valley“ ein intelligentes Netzwerk bezüglich Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung aufgebaut. Ziel ist, in der selbst sehr ressourcenhungrigen Gegend bis 2050 eine „net-positive-area" im Silicon Valley zu erreichen. Intelligente Verkeghrsleitsysteme und ein effizientes Lesen und Nutzen der im Smart Hub anfallenden Daten sind hier essentiell.

Die Ergebnisse dieses und weiterer Pilotprojekte werden während und nach der Projektlaufzeit den deutschen Region bereitgestellt, um somit auch die lokale Infrastruktur zu stärken. Die gemachten Erfahrungen aus der transatlantischen Zusammenarbeit in punkto Forschung und Entwicklung sollen darüber hinaus via eines extra erstellten Leitfadens auch deutschen Unternehmen zur Verfügung stellen, um speziell auch den deutschen Mittelstand bei ihren Internationalisierungsbestrebungen zu unterstützen.

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