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Das Lastenheft zum Anfassen

| Autor / Redakteur: Andreas Lachenschmidt und Andreas Biberger* / Martina Hafner

Einsatz im Test: Verwendung des Modells in der Testumgebung

Aus der Spezifikation von Funktionen werden in der Regel ein erheblicher Anteil der Tests für den System- und Abnahmetest abgeleitet. Da die Modelle der Ausführbaren Spezifikation ein funktionales Abbild der Spezifikation darstellen, lag der Schluss nahe, dass diese Modelle einen Mehrwert in den beiden Teststufen leisten können. Wir haben drei Varianten der Verwendung der Modelle im Test betrachtet und durch eine Umsetzung in Projekten untersucht (siehe Bild 4 in der Bildergalerie).

Die erste erprobte Variante des Einsatzes der Ausführbaren Spezifikation im Test ist die Verwendung der Modelle als Testobjekt in einer Testumgebung. Statt gegen die spätere Seriensoftware-Komponente werden Testfälle und die Testumgebung wie in Abbildung 1 gezeigt gegen die Modelle implementiert. Somit kann mit der Entwicklung der Testumgebung ohne das eigentliche Testobjekt begonnen werden. Eine Verifizierung der Testumgebung ist früh im Projekt möglich (siehe Bild 5 in der Bildergalerie).

In der zweiten Variante wurden Testfälle und Testdaten (Testharness) aus dem Modell toolgestützt generiert. Somit war eine schnelle Ableitung von Testfällen und einer Testfallbedatung möglich. Das Testset konnte mit geringem Aufwand erweitert werden (siehe Bild 6 in der Bildergalerie).

In einer dritten Variante wurden die erstellten Modelle als Testorakel verwendet. In einem Soll-Ist Vergleich zwischen Softwarekomponente und Modell wurden beide mit den gleichen Eingangsdaten stimuliert (Input). Im Anschluss wurden die Ausgaben (Output) der Softwarekomponente und des Modell miteinander verglichen um Abweichungen festzustellen. Um einen Vergleich möglich zu machen sind in der Regel Abstrahierungs- oder Konkretisierungsfunktionen notwendig.

Eingaben und Ausgaben sind in diesen Funktionen so aufzubereiten, dass sie von der Softwarekomponente und dem Modell verarbeitet werden können. Indem das Testorakel die erwarteten Ausgaben liefert müssen diese nicht in den Testfällen implementiert werden. Das Modell wurde sowohl in einem Model-in-the-Loop Umgebung verwendet um ein Modell einer Seriensoftwarekomponente zu testen, als auch in eine Testumgebung integriert, die eine Softwarekomponente lauffähig auf ein Steuergerät integriert auf Kommunikations-Bus Ebene testet.

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