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Datensicherheit

Das Internet der Dinge – eine lockende Spielwiese für Hacker

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Man muss kein Prophet sein, um vorauszusehen: Das Internet der Dinge wird zu einer der nächsten hochinteressanten Spielwiesen für Hacker - ob mit dem Ziel, das jeweilige Gerät zu manipulieren, zu zerstören oder es als Teil eines Botnetzes zu missbrauchen.

Das damit verbundene Gefahrenpotenzial ist angesichts der Dimension der zu erwartenden Vernetzung heute schon kaum zu überblicken, denn im Falle einer Kompromittierung hat der Anwender keine Kontrollmöglichkeiten über seine Geräte. Ein Kühlschrank, der im nächsten Supermarkt statt eines Liters gleich 5000 Liter Milch anfordert, dürfte noch zu den harmloseren Szenarien zählen. Aber: Wer haftet in solchen Fällen für die 4999 Liter, die der User nicht aktiv bestellt hat? Muss man sich als Smart-Geräte-User gegen solche Schäden versichern?

Hersteller und Service-Provider haben noch keine Antwort darauf, wie sie dauerhaft sicherstellen, dass die Geräte ordnungsgemäß kommunizieren. Die Verantwortung dafür bleibt dem Verbraucher überlassen, dem das aber oft kaum bewusst ist.

Wenn der Hacker den Toaster manipuliert

Welche Gefahren können aus der IT-Sicherheitslücke für die physische Sicherheit der Anwender resultieren, zum Beispiel wenn der IT-gesteuerte Toaster durch einen Hacker manipuliert wird und in Abwesenheit der Bewohner das Haus abbrennt?

Welche Konsequenzen hat es, wenn durch eine Attacke die komplette Gebrauchselektronik in Haus und Umgebung ausfällt? Und: Wen ruft man in solchen Fällen am besten zu Hilfe? Die Polizei? Den benachbarten IT-Service? Hier sind dringend Konzepte gefragt, die die berechtigten Safety- und Security-Bedürfnisse der Nutzer berücksichtigen.

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Dieser Autorenbeitrag ist in der Printausgabe ELEKTRONIKPRAXIS 11/2015 erschienen. Diese ist auch als kostenloses ePaper oder als pdf abrufbar.

Ein erhebliches Problem im Internet der Dinge ist nicht nur die Datensicherheit, sondern auch das Thema Datenschutz: Grundsätzlich ist es möglich, in einem vernetzten Haus, das in jedem Raum mit aktiven Sensoren auf seine Bewohner reagiert, konkrete Bewegungsprofile zu erstellen. Die Frage ist: Welches Schadensrisiko ist über den Verlust der Privatsphäre hinaus damit verbunden?

Sicher ist es eine Einladung an Kriminelle, die über Spyware genau tracken können, wann sich jemand im Haus aufhält. Verbraucher dagegen dürften es heute nicht unbedingt bemerken, wenn eines ihrer Geräte kompromittiert ist und ein Hacker zum Beispiel Daten aus dem Privatleben für den nächsten Raubzug ausspioniert oder privateste Daten für die Allgemeinheit ins Netz stellt.

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