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ESE Kongress 2019: Software-Code als virtuelle Stadt, C++, Python, Machine Learning und andere Trends

| Redakteur: Sebastian Gerstl

Mehr als 1200 Teilnehmer treffen sich jährlich im Dezember in Sindelfingen, um sich über die Entwicklungen im Embedded Software Engineering fortzubilden und auszutauschen.
Mehr als 1200 Teilnehmer treffen sich jährlich im Dezember in Sindelfingen, um sich über die Entwicklungen im Embedded Software Engineering fortzubilden und auszutauschen. (Bild: foto art Elisabeth Wiesner)

Wühlen Sie sich noch immer durch Berge von Quelltext, wenn Sie Software verstehen wollen? Wie wäre es, wenn Sie stattdessen durch sie hindurch spazieren könnten wie durch eine Stadt? Wie Software-Visualisierung künftig aussehen kann, ist nur eines von 117 Themen auf dem Embedded Software Engineering Kongress 2019.

Software-Code als virtuelle Stadt, geht das? Sich dort direkt mit Kollegen treffen, die in Wirklichkeit in einem Büro 1000 km entfernt sitzen?

Hardware für virtuelle Realität ist inzwischen erschwinglich – und eröffnet neue Wege für die Code-Visualisierung. In seiner Keynote Virtual Reality Walk – Die Software-Visualisierung von morgen am 5. Dezember 2019 wird Prof. Dr. Rainer Koschke von der Universität Bremen einen Ausblick darauf gewähren, wie sich Technologien wie 3D-Brillen, Power-Walls und Datenhandschuhe auf den Entwickleralltag auswirken könnten. Die Technologie ist außerdem in der Konferenzausstellung zu begutachten und Experten stehen Rede und Antwort.

Insgesamt bietet der ESE Kongress knapp 100 Vorträge und 17 Seminare. Wer für die aktuellen wie kommenden Herausforderungen an die Software-Entwicklung gerüstet sein will, sollte den ESE Kongress 2019 auf keinen Fall verpassen. Der Entwickleralltag ist zahlreichen Softwaretrends unterworfen – sei es durch neue Entwicklungsmethoden oder Programmiersprachen, frische Ansätze in der Modellierung oder Visualisierung von Code, oder Entwicklungen wie Cloud- und Microservices oder künstliche Intelligenz.

Die Nachweisbarkeit funktionaler Sicherheit ist inzwischen in zahlreichen Industrie- und Automotive-Anwendungen Pflicht, während die Bedrohung der Cybersecurity im Zeitalter rapide zunehmender IoT-Geräte exponentiell zunimmt. Auch rechtliche Themen wie Open Source Lizenzmanagement oder Datenschutzrichtlinien dürfen Programmierer nicht aus dem Auge verlieren.

Auf Deutschlands größtem Fachkongress rund ums Thema Embedded Software Engineering werden einschlägige Software-Experten relevante Trends in Augenschein nehmen und essentielles Fachwissen an Hand von praxisbezogenen Beispielen vermitteln.

Künstliche Intelligenz in der Embedded-Entwicklung

Künstliche Intelligenz ist kein reines Forschungsthema mehr: Maschinelles Lernen ist inzwischen auch in der Software-Entwicklung angekommen, sei es in der Anwendung intelligenter Test-Tools oder in der Implementierung von trainierten Neuronalen Netzen in Embedded Systemen.

Auf dem ESE-Kongress am wird sich am Dienstag, dem 3. Dezember 2019, eine eigene ganztägige Vortragsreihe den vielfältigen Aspekten dieses Themas widmen, die Embedded-Entwicklern aktuell begegnen. So stellt etwa Rostislav Korolkov von der RTSoft GmbH vor, wie sich Neuronale Netze in Off-The-Shelf-Systeme implementieren lassen.

Professor Ralf Gessler von der Hochschule Heilbronn zeigt in seinem Vortrag Wege auf, wie sich trotz enger Ressourcenvorgaben in Embedded Systemen KI-Lösungen für den praktischen Einsatz implementieren lassen. Und Prof. Dr. Paul Lukowicz vom DFKI liefert in seinem Vortrag am Dienstagmittag einen Überblick über den derzeitigen Stand der eingebetteten Intelligenz in Deutschland.

Wer sich lieber direkt mit der praktischen Implementierung von Künstlicher Intelligenz und Maschinellem Lernen befassen möchte, dürfte sich für die entsprechenden Kompaktseminare am 2. Dezember interessieren. Dirk Leopold und Andreas Graf von der itemis GmbH geben eine Einführung in KI und ML und zeigen, wie diese bei der Entwicklung autonomer Fahrzeuge und RoboCars zur Anwendung kommen. Über das praktische Deployment von Maschinellem Lernen auf Mikrocontrollern und Embedded-Linux-Plattformen wird Marcus Levy von NXP im Anschluss näher eingehen.

Best-Practice-Methoden bei Programmiersprachen

Rainer Grimm, Modernes C++
Rainer Grimm, Modernes C++ (Bild: Rainer Grimm)

Python hat sich in der IT schon seit Jahren als beliebte Sprache für Skripte oder kurze Programme etabliert. Doch auch für den Embedded-Entwickler hat die Programmiersprache praktischen Nutzen zu bieten. Michael Maxwell von Digi-Key stellt im Vortrag „Python auf dem Mikrocontroller“ einige speziell auf Embedded-Bedürfnisse zugeschnittenen Python-Varianten vor. Auch für schnelles Testen von Embedded-C-Code lässt sich die Sprache nutzbringend einsetzen, wie Alexander Steffen von Infineon ausführt. Und in einem Kompaktseminar am 2. Dezember vermittelt C++- und Python-Coach Rainer Grimm das nötige Grundlagenwissen zu der praktischen Programmiersprache.

C und C++ sind feste Größen in der Embedded-Entwicklung, doch auch hier zeichnen sich neue Trends ab. Daniel Penning von der embeff GmbH zeigt in seinem Vortrag „Generische Programmierung für alle“ auf, wie C++20 ein fundamentales Konzept praxistauglich macht. Auch,ungewohntere Programmiersprachen werden ins Blickfeld genommen. So teilt Prof. Matthias Werner seine Erfahrungen in der Entwicklung eines Betriebssystems mit Rust anstelle von C mit.

Lars Reger, NXP Semiconductors
Lars Reger, NXP Semiconductors (Bild: NXP)

Wie ein neues Paradigma die Zukunft des IoT bestimmt

In seiner Keynote schildert Lars Reger, CTO von NXP Semiconductors, aus Sicht der Halbleiterindustrie, welche gesellschaftlichen Entwicklungen, Technologietrends und -konzepte dem bevorstehenden IoT-Boom zugrunde liegen. Er zeigt auch auf, welche technischen Herausforderungen die dafür notwendige Verschiebung der Rechenleistung von der Cloud in die Endgeräte mit sich bringt und wie diese mit dem Sense-Think-Connect-Act-Paradigma beherrscht werden können.

Peter Siwon, Systemisches Projektmanagement
Peter Siwon, Systemisches Projektmanagement (Bild: foto art Elisabeth Wiesner)

Management von großen und kleinen Software-Projekten

So manchem Entwickler ist schon einmal ein vielversprechendes Software-Projekt aus dem Ruder gelaufen. Andere haben ein Projekt, das am Anfang gut gestartet hat, sterben sehen. Allerdings ist es oft schwer, einen konkreten Grund für ein solches Scheitern ausfindig zu machen. Dabei kann man gerade aus Fehlschlägen oft viel für die Zukunft lernen. In seiner Keynote „Woran starb das Projekt“ schildert Softwaretrainer Peter Siwon einige Berichte aus der Projektpathologie, damit Sie aus diesen Praxis-Beispielen Lehren für eigene Projekte ziehen können.

Aktuell gelten KI und IoT als heißte Trends – doch Tendenzen können sich schnell wieder abkühlen. Welche Anforderungen werden aber in den nächsten Jahren auf Software-Ingenieure zukommen? Wie wird die Arbeitswelt des Entwicklers im Jahr 2030 aussehen? Dieser Frage werden am 4. Dezember Johann Wiesböck und Martina Hafner von der ELEKTRONIKPRAXIS in einer offenen Frage- und Antwort-Runde mit Experten aus Industrie und Forschung nachgehen.

Ob Sie sich mehr für Software-Modellierungen und-Architekturen interessieren oder nach Open-Source-Lösungen suchen, ob Sie neue Ansätze für die Gestaltung vernetzter IoT-Applikationen brauchen oder Projekte im Embedded Software Engineering möglichst schnell, sicher und effizient testen müssen – für all diese und noch viele weitere Themen bietet der ESE Kongress die richtige Plattform. Das vollständige Programm sowie Details zur Anmeldung finden Sie online auf www.ese-kongress.de.

Übrigens: Wer sich bis zum 31. Oktober anmeldet, kann noch von einem speziellen Frühbucher-Rabatt profitieren!

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