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Auf Tour im IBM-Watson-IoT-Labor

| Autor / Redakteur: Ariane Rüdiger / Franz Graser

Drohnen und Videoanalysen

Videoanalysen werden in Zukunft zusammen mit Drohnen helfen, Stromleitungen, Windturbinen oder Bahngleise schneller zu inspizieren, eine Arbeit, die heute noch sehr zeitraubend und teilweise gefährlich durch menschliche Mitarbeiter allein geleistet wird. Letztere werden in Zukunft wohl vor allem bewerten, was die Drohne an Daten liefert. Während man die Drohnen zukünftig wahrscheinlich günstig einkaufen kann, sieht IBM sein professionelles Geschäft auf diesem Sektor eher in der Bereitstellung von Service, obwohl eine Drohne natürlich auch im Lab zu besichtigen ist.

Auch fürs autonome Fahren sind intelligente Videoanalysen unentbehrlich – was hier nicht ausgereifte Algorithmen anrichten können, hat erst kürzlich der viel diskutierte Unfall eines Google-Cars, der zu menschlichen Todesopfern führte, gezeigt. Hier versucht man im Watson-IoT-Lab, die mühselige Klassifizierung von Objekten in Filmmaterial zu automatisieren, die nötig ist, um entsprechende neuronale Netze anzulernen und sie fit für den Einsatz auf der Straße zu machen,. Hans Windpassinger vom Watson IoT-Lab „Dafür nutzen die Hersteller 25 bis 30 Petabyte Bildmaterial.“ Bisher erledigten diese Sisyphusarbeit Menschen und brauchten entsprechend lange.

Weitere Einsatzfelder sind beispielsweise das sensorgespickte intelligente Haus, das älteren Menschen hilft, möglichst lange in den eigenen vier Wänden zu bleiben – aber gerade für finanzschwache Kreise wohl nur mit der finanziellen Unterstützung Dritter, beispielsweise von Krankenversicherungen, realisierbar sein wird, wie ein IBM-Mitarbeiter bereitwillig zugibt, oder die intelligente Prothese, die beispielsweise auf die Natur des Untergrunds oder die spezifischen Bewegungsmuster ihres Trägers reagiert.

Das Labor sieht sich als „Ideensenke“: Die dort aufgebauten Use Cases lassen sich durch weitere Daten modifizieren oder auf neue Anwendungsfälle ausdehnen. Insgesamt gewinnt man auf der Münchner Lab-Etage mit Blick bis zu den Alpen eine ebenso weitblickende Perspektive darauf, wie eine sensorgespickte Welt technisch funktionieren könnte. Damit, wie die Gesellschaft in einer algorithmengesteuerten Umgebung funktionieren könnte, beschäftigt sich das Watson-IoT-Lab allerdings höchstens am Rande. Beim Datenschutz nimmt man es aber sehr genau, betonen Lab-Mitarbeiter und Management unisono: Allein der IBM-Kunde bestimme, wo seine Daten liegen und wer sie in welchem Umfang verarbeiten und nutzen dürfe.

Dieser Beitrag ist ursprünglich auf unserem Schwesterportal Big Data Insider erschienen.

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