Suchen

Luftfahrt Absturz des Airbus A400M – Softwareprobleme rücken in den Fokus

| Redakteur: Franz Graser

Bei der Erforschung des Absturzes der militärischen Transportmaschine Airbus A400M am 9. Mai in Spanien zeichnen sich Softwarefehler als eine mögliche Unglücksursache ab. Bei dem Unglück waren vier Besatzungsmitglieder getötet worden.

Firma zum Thema

Das Triebwerk des Airbus-Militärtransporters A400M: Nach ersten Untersuchungen rücken Probleme mit der Software der Triebwerkssteuerung in den Fokus der Ermittler.
Das Triebwerk des Airbus-Militärtransporters A400M: Nach ersten Untersuchungen rücken Probleme mit der Software der Triebwerkssteuerung in den Fokus der Ermittler.
(Bild: A400M outer engine.jpg / Julian Herzog/Wikimedia Commons / CC BY 4.0 )

Der Hersteller des Militärtransporters, Airbus Military, gab am Dienstag eine sogenannte Alert Operator Transmission (AOT) an die Betreiber des Flugzeugs heraus.

Das Statement fordert die Betreiber auf, die elektronischen Steuereinheiten (ECUs) von jedem der vier Triebwerke des A400M vor dem nächsten Start zu überprüfen. Darüber hinaus enthält es Prüfungsanweisungen, die beim Austausch der Steuereinheit sowie des Triebwerks unbedingt einzuhalten sind.

Sowohl Spiegel Online als auch die Internet-Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung wollen außerdem von Airbus-Insidern erfahren haben, dass ein Softwareproblem zum Absturz der Maschine beigetragen haben soll. Die FAZ zitiert zudem einen Überlebenden des Unglücks, der ausgesagt haben soll, dass mindestens drei der vier Motoren kurz nach dem Start ausgefallen sein sollen. Laut Spiegel Online sollen drei der Triebwerke von den Computern widersprüchliche Informationen erhalten haben und daraufhin ausgefallen sein.

Unabhängig davon wurde das Testprogramm für den Airbus-Transporter wieder aufgenommen. Das Testflugzeug mit der Typennummer MSN4 startete am 12. Mai in Toulouse und landete planmäßig in Sevilla.

Der bisher einzige an Deutschland ausgelieferte Airbus A400M soll jedoch bis zur endgültigen Aufklärung des Unglücks am Boden bleiben. Das verunglückte Flugzeug hätte an die Türkei ausgeliefert werden sollen.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 43390193)